[BestOf] Still: Die Kraft der Introvertierten | Quiet: The Power of Introverts von Susan Cain

Fabi:

Herzlich willkommen, liebe Zuhörer zu Schwarz auf Weiß, euren Bücherpodcast, in dem ihr fahrt, welche Bücher ihr euch kaufen solltet, ihr euch lesen solltet, ihr euch auch noch in das Regal stellt, am besten für immer in euer ganzes Leben, damit alle eure Freunde denken, dass ihr intelligentes mit dem ganzen Freundeskreis sind. Mir gegenüber, der der Jean Connery des Bücherpodcasts. Fabian.

Simon:

Ja, und mir gegenüber, ich sag mal, der Jean Claude Van Damm des Teetrinkens

Fabi:

Simon. Apropos Terinken, ich hab meinen Tee vergessen. Heute geht's ein Buch, das heißt quiet von, oh, das ist so zu

Simon:

Kai Susan

Fabi:

von Susan. Sehr gut. Natürlich das ihr seht das Buch grad nicht, aber die Ausgabe, die ich jetzt vom Meeting hab, ist wie immer, dass ihr ganz gut wisst, auf was wir uns beziehen. Da hat er mir aber schön wie immer live im Podcast sehr gut vorbereitet mit rein. Das ist die erste Ausgabe aus dem Jahr zweitausendzwölf.

Fabi:

Und die hat quasi 'n weißen Einwand mit 'ner weißen Schiffsingen, hab ich's grad nicht richtig lesen können, aber das fühlt sich sehr gut an.

Simon:

Auf auf Deutsch heißt das Buch für alle, die's nachschauen möchten, Still, die Kraft der Introvertierten.

Fabi:

Genau und Genau,

Simon:

wir haben beide die englische Ausgabe gelesen, deswegen werden wir vermutlich auch mal wieder ein paar Probleme bei der Übersetzung ad hoc haben, aber wir geben euch natürlich das Beste, was möglich ist.

Fabi:

Nach nach diesem voluminanten Intro, das, also sagte ich mir aufgefallen, ist eigentlich bei allen Büchern, die wir lesen, wieso sind die auf Englisch schon mal billiger? Die kosten teilweise die Hälfte auf Englisch als im Vergleich zur deutschen Version, was mich dann immer dazu leitet, die englische zu kaufen.

Simon:

Gute Frage. Ich weiß es nicht. Hat's vielleicht was mit 'ner Buchpreisbindung zu tun oder so?

Fabi:

Also es nicht. Ich mein, teilweise gibt's die auf Deutschland auch nur gebunden und nicht als Taschenbuch, aber vielleicht ist es noch, dass man 'n Übersetzungsding noch mal mehr zahlt oder so. Keine Ahnung, aber ist, glaube ich, auch dann für diese Folge unnötig. Ist mir nur aufgefallen, auch weil das nächste Folge wieder, das nächste Folge lesen, wieder genauso kostet die Hälfte, wenn man's auf Englisch kauft. Deswegen hier haben wir immer englische Bücher.

Fabi:

Wir versuchen dann immer live zu übersetzen und ihr habt dann das das den Nachteil, dass ihr vielleicht immer wieder mal noch englische Wörter mithört. In dem Buch geht's Introvertierte, also ich mein auch, was der Titel schon sagt, die Power der Introvertierten in einer Gesellschaft, die für Extrotierte ausgelegt ist. Also dass man, also die Autorin selbst beschreibt sich als Introvertierte und berichtet quasi erstens mal die Welt aus ihrer Sicht, also wie sie quasi aufgewachsen ist und dann halt anhand verschiedensten wissenschaftlichen Studien, was überhaupt introvertiert sein ist, was es ausmacht und wieso's auch gut, also dass man merkt so die Hauptmessage, die sie rüberbringen wird, ist halt, wieso's gut ist, dass es introvertierte Menschen gibt und dass quasi das introvertiert nichts Schlechtes ist, obwohl's einem immer so vorgegaukelt wird von, Du musst irgendwie outgoing sein und dich irgendwie sozial sozial interagieren.

Simon:

Gleichzeitig ist das son Paradoxon, dass eben viele Leute denken, die die Menschen, die stiller sind und und ja, bei sich sind, die als weniger intelligent zum Beispiel wahrnehmen oder als weird oder oder als als, ja, wie soll ich sagen, als als komische Leute und nur die quasi, die wirklich so dieses krasse extrovertierte Ideal, wie sie das im Buch nennt, Leben eigentlich so der Mittelpunkt der sozialen Strukturen sind.

Fabi:

Und da ist auch, also das fand ich ganz spannend. Also sie fängt damit an zu beschreiben, zu sagen, okay, je nachdem, welche Studie man sich anschaut, ist die Hälfte oder ein Drittel der Menschheit introvertiert. Und wenn man sich zu keinem vielleicht, ne, also ich hab mir dann 'n bisschen überlegt, okay, zu mir selbst oder auch in meinem Freundes Bekanntenkreis, wenn man sich überlegt, okay, es müsste ungefähr eine Hälfte der Menschen müssten introvertiert sein. Jetzt arbeite ich auch in 'nem Beruf, der, glaub ich, introvertierte Menschen eher anzieht ist, weil ich halt mit Computern arbeite als Programmierer. Und trotzdem fällt mir jetzt mir das, dachte ich mir, nee, fünfzig Prozent, das kommt nicht hin.

Fabi:

Ich dachte mir erst mal, okay, die gute Dame, jetzt musst Du mich noch überzeugen, was jetzt irgendwie, ob das quasi stimmt. Aber im Laufe des Buches stellt sie quasi auch merkt man da, es gibt, also natürlich ist es erstens nicht schwarz und weiß. Es gibt nicht, Du bist voll interpretiert und voll explodiert, sondern auch Mittelwege und halt Tendenzen zu bestimmten zu bestimmten Richtungen. Aber halt sehr, sehr viele introvertierte Menschen haben im Laufe ihres Lebens gelernt, wie sie sich an diese extrovertierte Welt, in der wir leben, anpassen oder an an diese Welt, die Extrovertismus hervorhebt oder halt quasi bevorzugt, anpasst. Und dementsprechend fällt einem das teilweise gar nicht mehr auf, dass man sagt, ah okay, der folgende Professor, der irgendwie jeden Tag eine Vorlesung hält, ist eigentlich introvertiert, aber dass der quasi nach der Vorlesung dann irgendwie erst mal in seinem Büro geht und zwei Stunden mit niemandem redet, wieder Energie zu tanken.

Fabi:

Das bekommt man natürlich nicht so mit. Deswegen hat man das Gefühl von, ja, der ist ja extrovertiert, der ist ja, also der kommt, entspricht ja diesem gesellschaftlichen Ideal. Und das fand ich auch ganz cool, so dass dass sie das zwar anspricht und sagt, okay, es es gibt halt, es ist schon irgendwie so high functioning introverts.

Simon:

Genau das, was Du grade sagst, ist auch einer der wesentlichen Unterschiede zwischen introvertierten und extrovertierten Menschen. Introvertierte Menschen laden sind, wohingegen extrovertierte Menschen das genaue Gegenteil tun. Also die die die laden ihre Tanks wieder auf, wenn sie in 'ner großen Menge an Menschen baden und socializen können und und möglichst viele Reize aufnehmen können. Und wie so oft ist es ist es halt nicht immer schwarz weiß und es gibt ja auch da im zwischen dem Spektrum zwischen Introvattion und Extrovattiert ganz, ganz viele Variationen mit verschiedenen Ausprägungen verschiedener Charaktereigenschaften.

Fabi:

Und was ihr dann auch irgendwie son bisschen anspricht, ist halt okay, also fand fand ich auch sehr, finde ich immer 'n ganz coolen Ansatz zu sagen, okay, wenn wir einfach nur eine einzige Rundannahme glauben, dass Evolution funktioniert, wenn das das Einzige ist, okay, das ist quasi das Aktion, was wir in Wissenschaft annehmen, dann muss introvertiert sein einen Vorteil haben, einen Emotionären. Wenn man davon ausgeht, okay, es haben sich quasi die Leute, die evolutionäre Vorteile haben, quasi Survival of the fittest, also das Fortbestehen des Angepastesten, dann muss quasi introvertiert sein, eine Form von Anpassung sein, die dir hilft, dich fortzupflanzen und weiterzuerleben. Weil erst mal würde man sich überlegen, okay gut, wieso gibt's das dann überhaupt? Aber anscheinend hat's quasi Vorteile, dass es introvertierte Menschen halt gibt. Und andererseits quasi, sie spricht es sowohl an halt in in Zeiten, okay, dass Leute dann also Infotierte eher mal über Dinge nachdenken, bevor sie gleich direkt nach vorne preschen mit ihren Gedanken und quasi dann in der Gruppe erst mal die Gedanken wirklich zu Ende denken, denkt sich der introvertiert erst mal den Plan vorher aus.

Fabi:

Und es ist auch son son Geben und Nehmen ist, also je nachdem welche, also wenn man sagt, man denkt 'n bisschen zurück an frühere Zivilisationen, je nachdem, in welcher Lebensphase sich die jeweilige Gruppe befunden hat. Also wenn's grad, wenn's grad sehr viel Essen gab oder mir, facts ich dich drum, aber wenn's sehr wenig Essen gab, dann ist es natürlich sehr, sehr sinnvoll, dass man extrovertiert ist und sich gegenseitig auf die Schnauze haut, wer wer das Essen bekommt. Und im Gegensatz zu von, okay, wenn genug da war für alle und die Gruppe eigentlich satt war, dann ist es 'n schlechter Charakter zu tun, dass man sich gegenseitig irgendwie auf die Schnauze haut und irgendwie absticht, Weil das wär ja für alle genug da und da haben sich dann quasi in diesen Zeiten mir die Intruvertierten mehr fortpflanzen können, weil sie sich halt nicht gegenseitig abgestochen haben, sondern einfach ungelessen dann ihr Gedanken nach nachgangen sind. Ich

Simon:

find's witzig, dass wir jetzt fast in jeder Folge bisher über Evolution reden, aber anscheinend ist das 'n Thema, was uns wirklich zu beschäftigen scheint. Auf jeden Fall die die die Charaktereigenschaft der Introverdiert geht oft mit anderen Charaktereigenschaften einher, die auch sehr wichtig sind für den Fortbestandteil einer Gruppe und dazu gehört halt eben auch zum Beispiel Einfühlsamkeit und eben auch die Bereitschaft, quasi sein eigenes Ego zurückzustecken für die Gruppe. Und ich glaube, dass man halt in der menschlichen Gesellschaft heutzutage einfach alle Varianten des Spektrums braucht, optimal den Fortbestand zu sichern.

Fabi:

Und gut, ich mein, klar, jetzt sind wir haben ja jetzt keinen ganz krassen Überlebenskampf mehr, wie es quasi noch vor, sagen wir mal, zweihundert, dreihundert Jahren war oder vielleicht noch 'n bisschen früher, aber halt auch ein bisschen

Simon:

so. So vorgestern.

Fabi:

So vorgestern. Also son bisschen, aber halt quasi in, was hier auch dann dasteht, quasi ist halt der wirtschaftliche Erfolg, dass der quasi auch halt für interpretierte Menschen genauso funktioniert. Wenn man sich zum Beispiel den, sagen wir mal, den berühmtesten, unberühmten, interpretierten der Geschichte an anschaut und zwar Steve Bosnjak. Wissen, deswegen meine ich, berühmteste, Unberühmte wissen die wenigsten oder wenige wissen, dass Apple nicht alleine von Steve Jobs gegründet wurde. Es waren zwei zwei Steves, die sich zusammengesetzt haben.

Fabi:

Und Steve Bosnjak war der eigentliche Tüftler, der sich dann irgendwie hingesetzt hat und irgendwie diesen diese all erst allerersten Apple Computer gebaut hat. Und dann quasi alleine, also quasi charakterisiert von, okay, er sitzt einfach tagelang allein in seiner Garage und bastelt über diesen Computer. Und halt dann Steve Jobs hat dann geholfen, das ganze Ding zu verkloppen und zu verkaufen. Das ist halt also dieses Zusammenspiel sehr, sehr gut funktioniert hat. Weil das fand ich auch eine interessante Studie, die sie anspricht, ist, dass egal, ob man introvertiert ist oder extrovertiert, dass man eine, in irgendwas sehr, sehr gut zu werden, muss man viel Zeit damit alleine verbringen.

Fabi:

Also die Studie quasi in dem Fall, also sie zeigt mehrere auf, aber die sich bei mir am meisten eingebrannt hat, war mit Violinenschülern, also Leute, die geigen lernen und halt auch an der an der Musikhochschule sind. Und hat quasi dann, also die die Wissenschaftler haben dann die Professoren bewerten lassen, wer von denen ist so richtig gut und wer ist zum Medium gut? Und danach haben sie die Schüler befragt, wie sie üben. Und alle Schüler haben durch die Bank quasi so sechs bis sieben Stunden am Tag ihr Instrument geübt. Aber was man festgestellt hat, die Leute, die wirklich richtig gut waren, die haben von diesen sechs Stunden vier Stunden alleine geübt und nur zwei Stunden in der Band.

Fabi:

Und bei den anderen Leuten, die so Medium gut war, war's andersrum. Also man sieht quasi, wenn man in was wirklich richtig gut werden muss, muss man sehr, sehr viel Zeit allein damit verbringen, mit seinen Gedanken und sich da reinfuchsen. Und das ist natürlich eine Sache, die introvertierten Menschen leichter fällt als extrovertierten. Weil man sagt, okay, man verbringt schon gerne Zeit mit sich selber und mit quasi sich mit mit seinem Lieblingsthema im Vergleich zu jemandem, der sagt, der ist extrovertiert hat einfach die ganze Zeit drin. Ja, okay, ich hätte jetzt schon Lust, irgendwie den neuen perfekten Elektromotor zu bauen, aber eigentlich will ich auch in die Bar.

Simon:

Und dann aber einen saufen gehen, diese Ablenkung, die da mal schnell kommen. Ja, wer kennt's nicht? Aber das ist auch einer der Gründe, warum viele, viele akademisch erfolgreiche Menschen eher auf der auf der introvertierten Seite des Spektrums zu finden sind, weil sie einfach wahnsinnig gerne mit sich alleine über Ideen brüten und dann Ideen feilen und die ausarbeiten und das ist halt eine 'n Skill, da Also da sind zum Beispiel auch Albert Einstein und Isaac Newton für bekannt gewesen, dass sie sich einfach tagelang einfach eingesperrt haben und über irgendwelche Ideen gebrütet haben. Und ich meine, das sind ja die die zwei Personen zum Beispiel jedem ein Begriff heutzutage für ihre bahnbrechenden Leistungen der Forschung in der Physik.

Fabi:

Ja, also da sind die beiden natürlich auch Beispiele davon, dass also einfach viel Zeit mit sich alleine verbringen, da halt 'n Vorteil ist. Und da man halt sagt, okay, gut, das ist also man, das ist auch so eine Sache, die mir 'n bisschen im Buch aufgefallen ist. Man, sie schreibt schon sehr auf diesen Hinweis von, ja, Introvertierte sind auch Menschen, aber dann also halt so, sind auch quasi wichtige Teile der Gesellschaft und haben quasi Eigenschaften, die sehr, sehr wichtig sind für die Gesellschaft. Also es kommt dann schon oft raus, sie, also sie hebt es schon auch sehr in in in die Höhe. Aber eben fand ich eine interessante Ansatz, vor allem weil sie, was sie auch dann definiert, also was heißt definiert, was sie quasi mit 'nem anderen mit einer Studie quasi darstellt, ist, ist, was sie das neue Gruppendenken, The New Group Think nennt, dass quasi in unserer Gesellschaft einfach Zusammenarbeit über qualitative Arbeit gestellt wird.

Fabi:

Also es ist irgendwie, es ist in Firmen und in Schulen ist es wichtiger, zusammen was zu machen, als das beste Ergebnis zu liefern. Also es wird irgendwie für jedes wird dann irgend eine es wird eine Arbeitsgruppe erstellt und es gibt irgendwie hier dann, klar, gibt's dann Brainstorming und irgendwie alles Mögliche. Am Ende redet man zwanzig Stunden und es kommt aber nicht wirklich was rum. Im Vergleich zu den Leuten, wo man sagen, ah, okay, jetzt treffen uns in zwei Tagen wieder, bis dahin arbeiten alle ihre Ideen aus. Ist irgendwie 'n Modell, was man nicht mehr so macht.

Fabi:

Ist jetzt, also ich hab's nicht rausgelesen, aber sie hat's nicht dargestellt, wieso sich das so entwickelt hat, also wieso man immer mehr in die Richtung tendiert, Mutti, war irgendwann gemein.

Simon:

Ich glaub, Sie hat da auch mal den Bezug auf den Carnegie erwähnt in in Form von, wie man Freunde gewinnt, der diese ganze Bewegung son bisschen angeschoben hat mit dem Individualismus und der Selbstdarstellung und des des Verkauftalents sozusagen. Relativ am Anfang des Buchs. Und Dirk Kahniggi, wer ihn nicht kennt, hat das bahnbrechende Buch geschrieben, Wie man Freunde gewinnt, How to Win Friends and Influence People, wo er wirklich ausführlich beschreibt, wie man 'n guter Verkäufer wird letztendlich. Und da geht's nicht nur darum, quasi 'n Produkt zu verkaufen, sondern auch sich selbst zu verkaufen.

Fabi:

Stimmt. Und dann dieses Selbst, na hast Du recht, ja, dieses Selbstverkaufen quasi über allem steht, weil wenn Du quasi in der Karriere vorankommen willst, es geht eigentlich nicht darum, die beste Idee zu haben, sondern im Vorgesetzten vorzugaukeln, dass Du der warst mit der besten Idee. Also so dieses ganze Socializ und so was halt einfach dann im Fall extroierte Menschen bevorzugt, wird halt sehr viel höher angesehen als die eigentlichen Ideen, weil man sagt, okay, gut, dann ist das der Experte, das ist mein Computer Tüftler, der soll am besten immer Experte bleiben. Der will ja anscheinend auch nicht mehr, weil der ist ja ja nicht irgendwie bloß bullish und quasi sagt, okay, ich muss jetzt irgendwie hier Karriere machen und irgendwie immer die Ideen pushen, weil er halt eher introvertiert ist und das ist halt eine andere Art von Stil quasi ist. Und eben mit diesem neuen Groothing meinte sie jetzt, okay, oder die neuen das neue Gruppendenken, dass die eben halt erstens die Kollaboration über alles gesetzt und auch wenn man sich Studien anschaut, dass die Leute eben weniger produktiv sind, weniger kreative Lösungen haben, zum Beispiel in 'nem Brainstorming, was da eigentlich so das Beispiel ist für okay, ich wollt ich will meine Firma voranbringen, jetzt mach mal 'n Brainstorming zu fünf, zu sechst.

Fabi:

Und wenn man sich das Ganze anschaut, je mehr Leute in der Gruppe dabei sind, desto schlechter werden die Ergebnisse.

Simon:

Sie hat sie hat ja auch 'n ganz geilen Gegenvorschlag tatsächlich. Also zu sagen, hey, wir machen eine Art Brainstorming, aber wir setzen uns nicht alle gemeinsam in einen Raum und versuchen ad hoc Ideen zu finden und zu sammeln und durch zu zu exerzieren, sondern wir wir befassen uns jeder für sich vorab mit dem Thema und ich glaub, das war auch das Resultat der Studie, auf die Du jetzt gerade anspielen wolltest. Quasi indem man das indem man das so macht, werden die Ergebnisse deutlich mehr zum einen und auch qualitativ deutlich besser des Brainstormings am Ende. Also man versucht quasi am Anfang alles einmal durchzu zu denken erst mal und dann durchzusprechen. Beziehungsweise was sie was sie auch empfiehlt, vor allem introvertierten Leuten fällt's halt viel, viel leichter, ihre Gedanken schriftlich festzuhalten und quasi komplett auf die auf die Diskussionsrunde zu verzichten und einfach die Ideen so zu sammeln.

Fabi:

Da fand ich auch, das war son bisschen der Punkt, wie heißt, okay gut, Du sagst einfach jetzt Brainstorming ist nicht nicht nicht gut und dann quasi kommt son bisschen der Gegenvorschlag, aber ich will ich will hier Beweise dafür haben. Aber den hat sie dann bewusst quasi, als hätten sie mir zugehört, quasi zur nächsten Seite gebracht mit drei Argumenten, wieso sie sagt, okay, das Brainstorming quasi in der Gruppe nicht so sinnvoll. Es ist einmal quasi, ich hab keine Ahnung, was auf Deutsch heißt, aber quasi auf, ich würd's übersetzen manche Leute chillen halt nur. Die sagen halt, okay, machen jetzt die Brainstorming. Die anderen werden schon irgendwelche Ideen bringen und sitzen son bisschen ihre Zeit ab und aber können am Ende auch sagen, ja, ich hab da mitgearbeitet.

Fabi:

Also man schaltet eher mal ab, als wenn man sagt, man müsste sich selber hinsetzen und selber Ideen finden. Dann die Blocking, ganz simpel. Ich mein, das kennt dir sicher auch jetzt alle von irgendwelchen Video Calls. Es kann immer nur eine Person reden. Also man hat einfach es man kann nicht seine Idee zu den jeden Zeitpunkt, wo man sie hat, aussprechen, weil man muss anderen Leuten zuhören.

Fabi:

Man kann nicht wirklich gleichzeitig quasi arbeiten, weil man sich immer noch mit Also man hat man, obwohl man zehn zehn Leute in 'nem im Raum hat, die zehn alle gleichzeitig arbeiten könnten, könnten also quasi sone Pipeline von zehn gleichen Leuten, muss immer alle neun Leute müssten einem zuhören und dementsprechend hast Du da wieder 'n Problem. Und natürlich, was kennt sicher jeder, dass man sich denkt, okay, man will sich dann auch quasi vor der Gruppe nicht blamieren mit irgendwelchen ganz crazy Ideen, die man vielleicht doch nicht halb noch nicht ganz durchgesponnen hat. Und das halt hilft dann auch quasi, das alleine zu machen, das vorzubeugen, dass man halt eben gegen diese drei Punkte läuft. Weil das Ding auch ist, dass, obwohl die Leute weniger produktiv sind, sind die Befragten und haben das Gefühl, dass sie produktiver waren in der Gruppe. Das mag vielleicht auch der Punkt da, wieso sich diese ganze Gruppen arbeiten mehr und mehr rausarbeitet in allen Lebensphasen, weil man das Gefühl hat von, man war produktiver.

Fabi:

Aber wenn man sich einfach nur die Ergebnisse anschaut, ist einfach das Ergebnis, was rauskommt, schlechter oder weniger kreativ, als gewesen wäre oder als es ist im Vergleich zu, die Leute arbeiten alleine.

Simon:

Was ich in dem Zuge auch noch ziemlich spannend fand, war, da gab's eine Studie beziehungsweise ein Experiment auch mit 'n Introvertierten und unterschiedlichen Gruppen, die sie führen sollten. Und dabei wurde quasi wurde ein extrovertierter Anführer in eine Gruppe gesetzt, also als Teamleader und in der Gruppe waren Schauspieler drin, je nachdem mal die eine oder andere Tendenz quasi ausprägen sollten. Also im einen Fall haben sie eine eine sehr proaktive Haltung eingenommen und versucht, selbst auf den Anführer zuzugehen und Ideen zu bringen. Und im anderen Fall haben sie sich eher, sag ich mal, hängen lassen und sind eher passiv gewesen bei bei der Problemlösung. Und dabei wurde festgestellt, dass der extrovertierte Anführer vor allem bei Gruppen mit passiven Mitarbeitern, die die Performance signifikant erhöhen kann, wohingegen der introvertierte Anführer bei bei 'ner Gruppe mit mit proaktiven Mitarbeitern besser zur Geltung kommt.

Simon:

Weil, das ist ja auch ganz logisch, der introvertierte Anführer möchte zum einen einfach mal die Leute mehr machen lassen und auch weniger vielleicht menschliche Interaktionen und zum anderen, dadurch, dass die mittlerweile proaktiv sind, können sie ihre eigenen Stärken auch wieder zur Geltung bringen. Und das ist halt eine Win win Situation dann.

Fabi:

Und was hier auch, also auch wie son Ding, also ein Eigenschaft für Intruitäten, die sie beschreibt, ist, dass sie besser im Zuhören als im Reden sind. Also es auch, ganz vorne ein Beispiel von Dale Carnecke kurz aufzugreifen, wo's halt darum ging, okay, halt quasi als explodierter Verkäufer kann man mehr verkaufen, wo sie halt Gegenbeispiel bringt und sagt, ja gut, aber also das war so das Ding, wir haben ja nur einen Mund und zwei Ohren ausm Grund, so, wir sollten lieber mehr zuhören und weniger reden. Weil am Ende, wenn Du dem Kunden viel Fragen stellst und viel zuhörst, kannst Du auch gute, kannst Du auch Sachen verkaufen und auch quasi 'n guter Verkaufsmensch sein in deinem Stil. Also sowohl quasi bei dem bei der Führungskraft als auch bei dem Verkaufen und als Verkäufer, als auch Sie bringt noch weitere Beispiele, ich glaub, das sind so die beiden Herausfragensten unserer Berufswelt, die wir als für extrovertierte Menschen palästiniert ansehen, beschreibt sie halt Gegenbeispiele, wo auch als also introvertiert sein von Vorteil ist und meint halt, ja, es ist sehr, sehr gut, sich selber wahr zu werden und klar zu werden, was auf auf welchem Bereich der Skala man ist.

Fabi:

Ist man eher introvertiert, ist man eher extrovertiert? Wie sehr, wie viel, wie wohl fühlt man sich in bestimmten Situationen? Weil wenn ich introvertiert bin und die ganze Zeit den Explotierten vorspielen muss, kann ich nicht meine beste Leistung liefern, weil ich muss halt schon dreißig Prozent meiner Energie quasi investieren in, ich muss so tun, als wär ich extrovertiert. Und ich hab gesagt, hey, ich weiß, ich bin introvertiert und okay, dann werd ich ich werd vielleicht kein Fernsehmoderator. Ist vielleicht nicht mein perfekter Job.

Fabi:

Aber vielleicht suche ich mir was raus, was gut zu mir passt, was mich erstens glücklicher macht und zweitens dann auch ich sehr erfolgreich sein kann, weil ich halt es auf meine Persönlichkeit anpasse. Und das fand ich, also das fand ich einen sehr coolen Gedanken. Vor allem auch, also wir hatten ja ganz kurz mal im Vorgespräch so das Ding, wenn man das Buch durchliest, erkennt man auch selber, also ich glaube, wir beide würden uns eher als extrovertiert bezeichnen, aber man erkennt bestimmte Punkte, wo man sagt, okay, ich hab auch introvertierte Tendenzen, wo ich denk, ah okay, teilweise, wenn ich 'n paar Tagen mit Freunden im Urlaub bin, ich brauch mal sone halbe Stunde, Stunde für mich, mal meine Ruhe zu haben, 'n bisschen runterzukommen und so sich selber einfach mal zu analysieren und zu sagen, hey, was bin ich denn? Wie wie soll ich mein Leben gestalten? Dann noch besser und noch erfolgreicher sein zu können, fand ich 'n schönen Ansatz zu sagen, okay, Du musst nicht versucht, nicht in Schema F zu passen, sondern versuch dir Schema F und Schema E anzuschauen und dann nachdem halt deinen Zwischenweg zu finden.

Simon:

Ich hab auch also festgestellt zum Beispiel eine Tendenz, die bei mir sehr, sehr ausgeprägt ist, ist, dass ich vor allem so so so 1 on 1 Treffen bevorzuge, wo Du wirklich dann einfach, weiß ich nicht, stundenlang über irgendwelche Ideen sprichst, über Politik, was weiß ich, schieß mich tot gegenüber halt so, weiß ich nicht, geselligen Spieleabenden oder so. Und ich denke, an der Stelle macht es noch mal auch ganz kurz Sinn, noch mal Introvertiertheit wirklich zu definieren, also beziehungsweise wie es im Buch definiert ist. Und zwar unter Introvertierten Menschen versteht die Autorin. Menschen, die eine ruhige, weniger stimulierende Umgebung bevorzugen, vor allem gerne für sich zurückgezogen, sich zu konzentrieren, mehr zuhören als reden und vor allem auch einen etwas vor vorsichtigeren Ansatz gegenüber Risiken zeigen.

Fabi:

Ich fand ganz cool ein Experiment, was dich auch anspricht quasi, also was quasi introvertiert und exportiert am auch als Wesenszug quasi, was wir als introvertiert als Expert bezeichnen, wo das herkommt. Und zwar war das 'n Beispiel mit Kindern, wo dann Kinder, also quasi Babys, ich glaub, deine Mutter alt, bestimmten Reizen ausgesetzt wurden. Also die haben irgendwie einen einen Tropfen Zitrone auf die Zunge bekommen oder irgendwie 'n Handy vors Gesicht, was sehr laut war und so. Oder 'n Luftballon wurde platzen gelassen. Und gab's ein eine, also die Hälfte der Kinder, die sehr stark reagiert hat, die angefangen hat zu schreien bei dem bei dem bei dem Salzigen oder bei dem bei dem Sauren auf der Zunge, bei dem lauten Ballon.

Fabi:

Und anderen Kinder waren so, also die haben sich schon auch irgendwas gemacht und die haben nicht nicht annähernd so stark reagiert, also wirklich signifikante Unterschiede. Und jetzt würde man sich erst mal denken, ja okay, die die stark reagieren und viel machen, sondern das sind die extrovertierten, die haben halt Bock auf Party, so die machen mit der Arm rum und fangen an.

Simon:

Also sind ja auch quasi 'n Party Party Hardy.

Fabi:

Und natürlich ist es genau das Gegenteil, dann werde ich das nicht so komisch angeteasert, dass halt quasi die Kinder, die sehr, sehr stark auf Freizeit reagieren, eher dazu tendieren, introvertiert zu werden oder was das so oder Wesenszüge zu haben, die wir jetzt introvertiert bezeichnen würden. Und das war eine Studie, die dann wirklich die Kinder dann mit sechs und mit fünfzehn und irgendwie halt, es waren irgendwie zwei Wissenschaftler, der eine hat's halt irgendwann übergeben, als er mit achtzig in Rente gegangen ist und den nächsten. Er hat immer noch die Studie weitergemacht, weil das halt so lange dauert, bis die Kinder groß werden. Hat man halt quasi festgestellt, ah okay, anscheinend ist es so, dass introvertierte Menschen oder das, was sie damit zu bezeichnen, viel stärker auf Reize reagieren und deswegen da nicht so Bock drauf haben. Weil sie ja sagen, ja, ganz ehrlich, ich brauch keine fette, laute Discomusik, mich lebendig zu fühlen.

Fabi:

Mir reicht es, wenn ich zu Hause hock und mir da Musik anmachen mit 'nem Kumpel noch und vielleicht einem Bier trink, weil das ist mir schon genug. Da bin ich quasi auf meinem hundertprozent Glückslevel, was was was Input angeht. Und der Experte sagt, ja, boah, das ist für mich viel zu wenig. Ich brauch mehr, ich brauch mehr Input. Ich brauch mehr Zitronensäure auf der auf der Haut und irgendwie Ballons, die platzen.

Fabi:

Quasi daher kommt es, okay, man ist quasi mit viel weniger Input schon sehr viel zufriedener, weil es gab zwischendurch auch dann dann wieder eine Studie. Also ich mag immer so Bücher, die viele Studien haben, wo man alles, was quasi

Simon:

an Simon braucht Science und Knowledge.

Fabi:

Ja, das find ich angenehm, wenn ich das Gefühl hab vorhin, okay, ich werd hier einigermaßen, weil ich mein, klar, eben sie ist schon bei uns zu introierte sind auch Menschen und alles ist gut so. Wenn Du interpretiert bist, das ist schon das das Ziel, was sie rüberbringen will. Aber dass sie auch meint, in der Woche quasi Leute mit Musik arbeiten, dass quasi auch wieder introvertierte Menschen im Durchschnitt mit leiserer Musik arbeiten oder mit unaufkriegter Musik als exportierte Menschen. Und dann wurde quasi getestet dem jeweiligen anderen Gegenpart, den introvertierten, sehr lauter oder sehr aufgeregte Musik zu gebenden exportierten sehr leise, beruhigende Musik. Und beide konnten schlechter arbeiten.

Fabi:

Also sowohl der extrovertierte braucht sein sein Level an irgendwie Heavy Metal, was da im Hintergrund läuft. Und der Introvertierte braucht seinen seinen ruhigeren Part, weil beide quasi auf ihrem Level, auf ihrem Reizlevel am besten performen. Also wieder so, okay, erkenne, was Du bist, pegel dich da ein, dann halt sagen, hey, ich kann vielleicht nicht in, ich kann nicht im Homeoffice arbeiten, das passt für mich nicht. Ich brauch von außen Input oder ich kann das sehr gut. Ich kann nicht im normalen Büro arbeiten, weil ich kann das nicht haben, wenn da Leute im Hintergrund reden.

Simon:

Was was da auch noch gut zu passt, ist, dass die die die ungefähr fünfzig Prozent dieser High Rective Children, ja, dieser hochempfindlichen Kinder werden später introvertiert ungefähr und fünfzig Prozent werden eher aufm extrovertierten Spektrum. Und da geht's die Frage eben auch, inwieweit beeinflusst unsere Genetik quasi unsere Persönlichkeit? Oder ist es tatsächlich eher unsere Umgebung, wie wir heranwachsen und welche Erfahrungen wir machen und wie wie unsere Eltern unser ziehen? Und sie sagt halt auch bis zu 'nem gewissen Prozentsatz können wir das eigentlich selbst auch beeinflussen, auf welchem quasi, auf welche, auf welche Persönlichkeit wir wem zeigen sozusagen und welchen Persönlichkeitsaspekt wir zeigen. Jetzt hab ich viele Punkte auf einmal zusammengewurschtelt.

Simon:

Aber quasi, also ich fang mal mit dem Letzten an, und zwar da gab's auch einen den eben genannten Professor, den charismatischen, von dem ich den Namen leider vergessen hab gerade. Auf jeden Fall auch, der eben wahnsinnig beliebt war bei seinen Studenten und ich glaub, an Harvard hat der an Harvard hat er gelehrt und wahnsinnig beliebt war, sehr charismatisch, enthusiastisch in seinen Vorlesungen, aber eigentlich 'n Hardcore Introvertierter war, der, wie Du vorhin auch gesagt hast, dann nach der Vorlesung erst mal in seinem Büro sich zwei Stunden eingesperrt hat und Energie getankt hat. Hat halt sozusagen rotiert zwischen verschiedenen Persönlichkeiten, die er, je nachdem, in welcher Situation er grade ist, abrufen kann für sich.

Fabi:

Aber da hatte ich kein Schuldales Beispiel für, aber halt eben so bisschen dieses Erlernte von, okay, verschiedene Persönlichkeiten halt, ja, eben quasi erlernen und dann quasi dafür benutzen. Ich meine sie auch, es gibt dann teilweise auch Konflikte. Also sie sie spricht wahnsinnig viele verschiedene Beispiele in dem Buch an. Das finde ich sowohl positiv als auch negativ. Ich meine, man merkt jetzt schon so, wir haben jetzt schon eine halbe Stunde auf der Uhr und es werden noch nicht mal die Hälfte durchgesprochen, so was quasi im Beispiel irgendwie da vor Ort war.

Fabi:

Das ist ganz cool, das mal also und eben so das eine Hauptding ist halt, okay, wenn Du etabliert bist, dann mach dir keine Gedanken. Es wird alles cool, so es ist alles gut. Aber zum Beispiel sie spricht auch an zu sagen in Beziehungen, dass es halt so sein kann, okay, das gab solche Leute, die halt sagen, sie spielen im Job eine Rolle oder sind im Job dann halt eher auch extrovertiert, weil sie es halt da müssen, nach Hause kommt halt crashen und dann aber extrovertierte Partner das damit nicht klarkommen und das nicht verstehen und sagen, hey, wieso können wir nicht jetzt heute Abend noch was mit Freunden machen oder wieso, also wie wieso ist das nicht, Du bist in der Arbeit immer so quietsch für die da mit mir zu Hause, bist Du oder auf der Couch und schaust Fernsehen, musst dich irgendwie erholen. Und da quasi halt auch regt sie an, dann 'n gegenseitiges Verständnis zu schaffen, mal zu sagen, okay, vielleicht kann man einerseits die Dinnerparty irgendwie halt so anpassen, dass es halt für den Intervertierten auch in Ordnung ist. Also vielleicht müssen's nicht zwanzig Leute in einem Raum sein, sondern keine Ahnung, man Nacht halt irgendwie hier Zweiergruppen, da 'n Zweiergruppen, damit dann der introvertierte Partner doch sich dann die kleinere Gruppe raussuchen kann, damit nicht so viel Menschen interagieren muss und eher tiefere Gespräche führt, was dann auch spannend sein kann, als halt dieses Small Talk Ding, was zum extrovertierten viel Spaß macht und halt Spaß macht, in großen Gruppen irgendwie zu reden und Dinge zu tun und irgendwie angesehen zu werden.

Simon:

Ihm fehlt da auch quasi den introvertierten Menschen, sich eigene kleine Rückzugsorte einzurichten. Ob das jetzt ob das jetzt auf der Dinnerparty einfach 'n Platz ist, der nicht so genau in der Mitte vom Raum ist, wo man auch mal kurz bei sich sein kann. Oder größer genannt eben auch einfach zu Hause einen eigenen Rückzugsort, wo man seine Ruhe hat, wo man in Ruhe lesen kann. Sone kleine Nische am Fenster vielleicht, so so gibt's ja dieses romantische Bild, ne, mit dem Erker und so und den und gepolsterten Fensterbrett und dem dem Lesezimmer. Aber im im Kontext von der Dinnerparty eben, dass man sagt, okay, ich ordne halt irgendwie die Party so an, dass es halt eine große, keine große Freifläche gibt quasi, wo jeder quasi aufm Präsentierteller ist, sondern wirklich, dass es eher son bisschen verwinkelter und verläuft verlaufender alles ist, sich da auch sonen kleinen Rückzugsort zu haben.

Simon:

Und dann kann man auch als introvertierter Mensch wohl ganz gut durch son gesellschaftliches Ereignis sie durchmanövrieren.

Fabi:

Es sind noch viele weitere Beispiele mit irgendwie, wer ist für wer ist für spielsuchtanfälliger und so. Also so ist 'n sehr umfassendes Buch. Ich würd mal dazu kommen, was ich so für mich mitgenommen hab. Also erstens hat mir viel Spaß gemacht, das zu lesen. Das war irgendwie, also keine Ahnung, eben weil ich jetzt so merke in meinem Umfeld, durch meinen Beruf, ich hab mit viel interpretierten Menschen zu tun.

Fabi:

Und einfach da vielleicht auch anderen Leuten ihr Leben leichter zu machen, schöner zu machen, die Zeit mit mir zu verbessern, wenn ich halt sag, okay, ich versteh das 'n bisschen besser. Das war so meine Motivation, auch dieses Buch zu lesen. Da habe ich definitiv viele Beispiele mitgenommen, wie ich halt quasi Situationen vielleicht anders handeln kann oder besser quasi gestalten kann, dass es für introvertierte Menschen auch sehr, sehr angenehm wird. Das ist eine Sache, die ich mitgenommen hab. Und eben selber so dieses, okay, weil Du, also Du, dass man sagt, man muss sich nicht diesem gesellschaftlichen Ideal komplett verschreiben.

Fabi:

Also ich hab das Gefühl immer noch, auch nach dem Lesen des Buches, dass ich eher zur extrovertierten Seite hin tendier, aber halt mir auch manchmal in bestimmten Situationen denen die Möglichkeit zu geben, ja komm, ich glaube, es ist okay, wenn ich hier eher mal für mich sein möchte oder eher halt mal die Zeit für mich so setze, dass ich da, ja, das hab ich mich verloren. Und sie sagt, okay, also dass ich sag, okay, ich hab da die Zeit eher mal eher mal für mich und kann eher mal da quasi das Energie tanken, darüber als immer nur quasi der Entertainer sein zu müssen, mir auch viel Spaß macht, was mich schon auch viel Energie kostet.

Simon:

Ja, also ich für mich persönlich kann mich da anschließen. Ich fand's cool, dass quasi da die die Autorin son bisschen die Introspektion da auch fördert. Also quasi einfach den den Leser dazu anregt, auch 'n bisschen zu schauen, wo hab ich introvertierte, wo hab ich extrovertierte Tendenzen? Da gibt's auch 'n paar coole Quizzes und Selbststudien im im Buch quasi, wo wo Du wo sie Fragen stellt.

Fabi:

Haben wir gesagt, da haben wir gesagt, da machen wir es. Also machen wir ganz top hier zu für für die für unsere treuen Hörer von ganz Anfang an. Wir basteln euch 'n kleines Quiz, was ihr einfach online durchklicken könnt, was ihr in den Shownotes findet. Simon Punkt ARD Slash SW5 oder auf unserer Homepage, wo ihr dann durchklicken könnt, selber rausfinden könnt, bin ich eher introvertiert, bin ich eher extrovertiert und dann auch quasi entscheiden könnt, okay, jetzt bin ich bin ich das? Nun soll ich vielleicht das Buch lesen oder nicht?

Simon:

Genau. Das hauen wir euch in die Shownotes rein und dann könnt ihr euch davon selber 'n Bild machen. Ich für mich muss sagen zum Buch, die erste Hälfte fand ich sehr cool, weil da war's einfach sehr breit aufgestellt, verschiedene Studien zu verschiedenen Themen. Zum Beispiel Überschneidungen mit anderen Charaktereigenschaften, wie eben, also also Schüchternheit, die nicht zu verwechseln ist mit der Introversion, weil schüchtern ist zum Beispiel Schüchternheit, das ist, ja, aber jetzt ist Englisch, Deutsch, Gedenglisch, Schüchternheit eher negativer Aspekt ist und vor allem auch mit mit mit mit Furcht sozusagen fast schon verbunden ist vor sozialem Kontakt und das ist nicht zwangsläufig Introversion. Man muss sagen, die erste Hälfte vorher hat mir deutlich besser gefallen.

Simon:

Die zweite Hälfte war dann sehr, sehr, sehr, sehr beispielgeladen und einfach zu viele, ich sag jetzt mal praxisnahe Textpassagen. Also der hat das gemacht, der hat das gemacht, das Pärchen lebt so und so. Und da fand ich, hat mir dann 'n bisschen der rote Faden einfach gefehlt, beziehungsweise es war zu wenig prägnant aufn Punkt gebracht, was die Autoren, was die Autorin eigentlich sagen will. Deswegen muss ich sagen, ich hab mir für mich halt mitgenommen, einfach, wie Du auch gesagt hast, einfach 'n bisschen ja, empathischer mit meiner Umwelt umzugehen und nicht gleich jemanden, sagen wir mal, zu verurteilen vielleicht, der einfach 'n bisschen zurückhaltender ist oder nicht so nicht sofort sich in den Mittelpunkt drängt.

Fabi:

Ja, muss also da stimm ich dazu, also auch vom vom Schreibstil und das quasi wieder annähern. Ist echt interessant, denn Du hast jetzt noch kein Buch für uns das ganze Buch irgendwie so topgefallen, also uns beiden topgefallen. Das war immer so lustigerweise der erste oder der zweite Teil. Hier fand ich eben auch, wie Du schon sagst, war im ersten, also so im ersten, ich glaub, die ersten sechs von zehn Kapiteln ungefähr, dann ist sie halt sehr, sehr wissenschaftslastig und hat eben viele Studien. Und das hat mir auch fand ich gut, das halt so zu lesen, das Gefühl zu haben, okay, man ist jetzt irgendwie relativ objektiv informiert.

Fabi:

Andererseits hat dann irgendwie im zweiten Teil hat's dieses Ding, das hat eben dann viele Anekdoten, selbst eigene Anekdoten und halt eben von irgendwelchen, diesen Professor Little und irgendwie uns hier und da halt dann darstellt, was ich eben auch dann nicht mehr so gut fand. Also ich hab mehr ich hab auch gemerkt, so also von meinen Notizen ist viel mehr aus dem ersten Teil als aus dem zweiten oder aus dem zweiten Teil des Buches. Aber was ich was mir schon gefallen hat, was ich irgendwie gut fand, dass ich meine, es hat für mich in meinem aktuellen Leben noch keine keinen Einfluss, aber es gibt ein Kapitel, wo es darum geht und man sagt, man stellt fest, dass seine Kinder introvertiert sind oder quasi eher dazu tendieren und man es halt selbst nicht ist, wie man da halt bestimmte Mechanismen nutzen kann, halt vielleicht erstens einerseits denen das Leben trotzdem also so weit zu erleichtern, dass sie halt nicht immer ins kalte Wasser geschmissen werden, was sie dann nicht gar nicht abkönnen, sondern halt so quasi Step by Step kleine Tipps, wie man dann an die an irgendwie neue Situation ranführt. Das fand ich wiederum schon ganz gut.

Fabi:

Ich mein, das war auch nicht wissenschaftlich, aber das fand ich irgendwie gedacht, boah cool, das wär, glaub ich, was, da würde ich das Buch noch mal rausziehen, wenn ich das irgendwie mal, keine Ahnung, in sechsundvierzig Jahren mal brauchen kann.

Simon:

Genau. Und wer sich jetzt immer noch nicht eine eigene Meinung bilden konnte zu 'nem Buch, dem empfehle ich auch noch mal ganz herzlich den TED Talk von der Autorin. Den verlinken wir euch auch noch mal in den Shownotes. Aber da ist das ganze Buch einfach im Prinzip noch mal kurz zusammengefasst.

Fabi:

Man man kann man kann den TED Talk schauen, das Buch immer gut lesen, finde ich. Also es ist nicht so, weil eben klar, die Message ist halt so introvertiert gibt's und ist ist gut, wenn Du das bist. Das ist in Ordnung. Das kommt im TED Talk auch rüber, aber man kann auch beides sich quasi anschauen. Also ich find, der TED Talk ersetzt das Buch nicht.

Simon:

Das sag ich ja nicht. Also ich mein nur, wer jetzt noch ergänzend zu unserer Ausführung Extoinformationen aus erster Hand haben will, der sollte sich den TED Talk noch mal anschauen. Und ich würd dann überleiten zu unseren Kategorien, unseren üblichen Kategorien. Also Action Items hat das Buch für mich leider viel zu wenige gehabt, deswegen gebe ich hier eine zwei von fünf. Verständlichkeit war sehr gut, obwohl's auf Englisch war.

Simon:

Es sind 'n paar Fachbegriffe drin. Ich kann natürlich jetzt auch nur Aussagen zur englischen Version machen. Ich weiß nicht, wie die Deutsche ist von der Verständlichkeit her, aber die fand ich sehr gut. Da gebe ich eine vier von fünf, weil es immer noch wissenschaftlich relativ akkurat beschrieben ist und auch die die Begrifflichkeiten über Basic English hinausgehen, sag ich jetzt mal. Und ich würde es, denke ich, auch verschenken.

Fabi:

Ja, also ich nehm mich den letzten Punkt auch, also ich würd's auch verschenken. Ich hab auch schon bis eins, zwei Leute irgendwie im Kopf, denen man's geben könnte. Vermutlich eher auch Leute, die ich als introvertiert einschätze, son bisschen als Selbsthilfebuch oder so

Simon:

Aber da sind wir da sind wir wieder bei der Frage, ist es dann, wie kommt es dann rüber? Okay, Bücher zu verschicken.

Fabi:

Ja, keine Ahnung. Aber es ist ja es ist ja 'n sehr positives Buch. Es ist ja 'n sehr positives Interpretiertes Gut Buch. Dann ja, ich muss mir schon mir schon sehr gut gefallen, das Buch. Ich glaube auch so, was ich mitnehmen kann.

Fabi:

Ich würde von Anwendbarkeit, also Umsetzbarkeit eine vier von fünf geben statt einem zwei von fünf, weil ich schon das Gefühl hab, also ich kann für mein Leben gut was mitnehmen im Umgang mit introvertierten Menschen, einfach da quasi mein Umfeld besser zu gestalten. Und ich glaube auch für mich selber aus 'nem komplett egoistischen Grund quasi in meinem Leben besser voranzukommen, indem ich andere Menschen besser verstehe. Und ja, Verständlichkeit würd ich eine fünf von fünf geben. Es war easy, also auch halt quasi von von von Inhalten und so. Sie ist nicht, schreibt nicht sonderlich hochtrabend.

Fabi:

Also auch, wie Du sagst, selbst für die englische Version kann man da auch gut lesen, wenn man das da möchte, dass ich 'n bisschen reinfuchsen, auch mal in der anderen Sprache oder halt quasi im Original lesen. Ich weiß immer nicht, ob 'n im Original so wichtig ist, weil man da steht das Gleiche drin, ob man das jetzt auch jetzt lesen kann. Aber ja, da würd ich kann's dann eben fünf von fünf vergeben. Und ja, ich glaub, damit können wir es abschließen. Mal wieder ein gutes Buch, wir haben bis jetzt immer nur gute Bücher gehabt, war ich gar nicht ganz glücklich.

Simon:

Bisher, aber ich meine, also wir haben ja die Bücher auch bisher immer auf Empfehlungen ausgesucht. Also ja, ne.

Fabi:

Zum dritten oder vierten Mal gewesen.

Simon:

Ich kann schon mal antisern. Bei der nächsten Folge geht's auch wieder mit 'nem Englischbuch weiter, beziehungsweise hast Du vorhin auch schon gesagt, und zwar mit Star with Y von Simon Sineq. Und wenn ihr diese Folge auch auf keinen Fall verpassen wollt, dann lasst uns gerne 'n Abo da, gebt uns fünf Sterne auf iTunes und

Fabi:

Sonst wie immer, ihr könnt ihr könnt das Ganze, ihr könnt die Homepage finden und die Shownotes vor allem wo dann wo wir diesen selbst gebastelten, interpretierten Test verlinken werden unter sieben Punkt r d Slash s w fünf. Und aus kommt ihr auch auf alle anderen Folgen. Könnt alles abonnieren, was ihr wollt, könnt uns weiterempfehlen. Da wird's irgendwann mal einen einen Spendenbutton geben. Da gibt's dann die T-Shirts und und also das ist der ist der Wenn ihr euch sagt,

Simon:

wir haben uns schon richtig Gedanken gemacht, wie wir alles monetarisieren wollen.

Fabi:

Und dann, ja, der Schwarz auf Weiß Vergnügungspark ist geplant und dann

Simon:

Ja und danach kommt auch noch das Schwarz Weiß Museum und das Schwarz Weiß Ozeanhaus mit den Wahlen.

Fabi:

Ja, ich glaub, es wär jetzt gut, wenn wir jetzt hier Schluss machen, sonst sonst kommen wir zu früh in den Größenwahn. Schön, dass ihr schon zuhört. Vielen Dank, bleibt uns gewogen. Bis denn nett.

[BestOf] Still: Die Kraft der Introvertierten | Quiet: The Power of Introverts von Susan Cain
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